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Autor und Stück:
Max Frisch, 1911 in der Schweiz geboren und 1991 dort gestorben, brach sein 1931 in Zürich
begonnenes Studium der Germanistik ab und nahm einige Jahre später ein Studium der
Architektur auf. Dieses schloss er 1941 mit Diplom ab.
Sein Stück "Andorra", dessen wurzeln im Tagebuch 1946 liegen, wurde im Jahr 1961 uraufgeführt.
Ihm schickt Max Frisch folgenden Satz voraus:
Wenn wir - Sie als Zuschauer, und wir als Schauspieler - uns freiwillig mit diesem Stück konfrontieren, so vielleicht nicht gerade deshalb, weil wir in der Schule besonders gut aufgepasst und schon einmal etwas über die Problematik von Vorurteilen und Intoleranz gehört haben; wir haben dafür aber folgendes festgestellt - und wenn nicht, so bemühen wir, das Theater, uns in diesem Punkt um Deutlichkeit: In jedem Land gibt es Orte, die Andorra heißen, und in jedem von uns ist ein Andorraner, und einer, der keiner ist. Und keiner von uns weiß, wann unsere Mitwelt entscheidet, welcher von beiden wir sind, der Andorraner, oder der "Andere". Handlung: In einem Land, nennen wir es Andorra, lebt Andri, ein junger Mann, der Tischler werden möchte. Er wohnt im Haus des Lehrers und seiner Frau als deren Pflegesohn und ist heimlich mit ihrer Tochter, Barblin, verlobt. Die Figuren, mit denen Andri zu tun hat, lehnen Ihn zunächst versteckt, dann offen ab. Andri versucht anfangs durch starke Anpassung dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der Versuch misslingt. Seine Gegenspieler haben ihm bereits das Zeichen des Anderssein, das hier durch den Begriff "JUD SEIN" mitgeteilt wird, eingebrannt. Als Andri seinen vermeintlichen Pflegevater um die Erlaubnis bittet, Barblin heiraten zu dürfen, wird die Geschichte seiner Herkunft nochmals aufgerollt. Es stellt sich heraus, daß er nicht als Judenkind vom Lehrer gerettet worden ist, sondern dass er der leibliche Sohn des Lehrers und einer anderen Frau (der Senora) ist. Diese Tatsache wird jedoch weder von Andri, der sich nun - da sich alle von ihm abgewendet haben - an sein Anderssein klammert, noch von seinen Gegenspielern angenommen, die ihren Plan mit blutiger Konsequenz durchführen und Andri, den "Anderen", hinrichten.
Zurück bleiben Zuschauer, die Täter waren:
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pdf-Dateien
| Andri | Christian Gerlach |
| Barblin | Diana Staible |
| Lehrer | Andreas Gärtner |
| Mutter | Julia Weinkamm |
| Senora | Sabine Schneck |
| Pater | Robert Seidl |
| Soldat | Markus Schwab |
| Wirtin | Ute Krogull |
| Tischler's Witwe | Anja Smetana |
| Doktor | Markus Steber |
| Geselle | Mathias Krupna |
| Judenschauer | Bernhard Bauer |
| Soldaten | Miroslav Vucicevic Norbert Ebner |
| Volk | Christine Geh-Ziegler Günther Becherer |
| Souffleuse | Kathrin Weinkamm |
| Lichttechnik | Gerhard Ramert Günther Becherer |
| Tontechniker | Mark Chmelik |
| Bühnentechnik | Florian Einfalt Sabine Müller Thomas von Streit |
| Maskenbildnerin | Monika Jungnickl |
| Plakat | Roland Stöger |
| Programmheft | Adelheid Karl |
| Fotograf | Gerhard Ramert |
| Regie | Robert Seidl |
| Regieassistentin | Tilla Hennig |